„Für angenehme Erinnerungen muss man im Voraus sorgen.“ Es ist schön sagen zu können, dass Kurt genau dies getan hat.
2003 hat sich Kurt entschlossen Mitglied des Musikvereines Sankt Peter und der Spielgemeinschaft zu werden.
2007 konnten wir ihn auch als Ausschussmitglied gewinnen; in seinem Amt als Kapellmeisterstellvertreter stand er unserem Kapellmeister stets mit Rat und Tat zur Seite.
Seitens des steirischen Blasmusikverbandes erhielt er im Laufe der Jahre das Ehrenzeichen in Gold sowie die Ehrennadel in Gold, die wir ihm im Dezember des Vorjahres noch überreichen durften.
Mit seinem musikalischen Können am Tenorhorn, seiner Leidenschaft zur Musik, seinem unermüdlichen Einsatz ist er über die Jahre zu einer wichtigen Stütze unseres Vereins geworden;
Er war stets ein Befürworter unserer gemeinsamen Ideen, stand 100% hinter allen Entscheidungen – unter dem Motto einer für alle – alle für einen.
Die Musik war seine Leidenschaft; nach seiner geliebten Familie kam die Musik; diese beiden Säulen versuchte er stets in seinem Leben zu verbinden; es gab kaum eine Ausrückung, einen Auftritt, einen Ausflug, wo er nicht seine Frau Regina an seiner Seite hatte; möchte hier nur unsere Konzertreise 2016 nach Spanien erwähnen, wo ihr nach einer schweren Zeit gemeinsam mit uns diese Reise unternommen habt;
In den letzten Tagen hab ich viel darüber nachgedacht, was diesen besonderen Menschen ausgemacht hat; es war mitunter auch sein Mut neue Dinge auszuprobieren; so möchte ich von unserem Projekt im Jahr 2013 erzählen, wo wir eine Tanzeinlage einstudiert haben; in monatelanger Arbeit lernten wir eine Choreographie mit unterschiedlichsten Tanzschritten und Formationen; auch da war Kurt der einzige der „älteren“, der diese Strapazen auf sich nahm.
Wichtig war ihm auch das Singen; er unterstützte unsere Kirchenkonzerte, die wir gemeinsam mit Chören machten; daher auch seine Verbindung zu den Männern von Gestern & Heut;.
Es war aber auch seine Begeisterung für die Jugend; wie konnte er sich freuen an Erfolgen an diversen Wettbewerben; er war stolz, stolz ein Teil unserer Gemeinschaft zu sein;
Kurt war ein Ruhepol, ein Diplomat, einer, der auch in hitzigen Diskussionen immer die Ruhe bewahrte; wenn ich in eine Sitzung mit heiklen Punkten ging, wusste ich, wenn Kurt da ist, kann nichts schief gehen. Er stellte stets die Sache in den Vordergrund.
So ist er uns nicht nur als Musiker, sondern als Mensch, Kamerad und Freund ans Herz gewachsen.
Ich persönlich verabschiede mich heute von Kurt, der aufgrund seiner Menschlichkeit zu einem großen Vorbild für mich wurde; er dachte auch in Zeiten, wo ich gesundheitlich angeschlagen war, an mich und allein seine wöchentlichen Anrufe um sich nach meinem Wohlbefinden zu erkundigen, waren für mich eine große Hilfe in dieser Zeit.
Meine Musiker und ich sagen Danke; Danke an dich, liebe Regina, dass du stets hinter Kurt und unserer Musik gestanden bist und dieses ihm so wichtige Hobby mit ihm geteilt hast;
Danke an Kurt, dass wir ihn als Musiker und Menschen kennenlernen durften;
Es tut weh, aber es tut gut an dich zu denken. Wir vermissen dich und wir sind dankbar, dass du da warst.
Man sagt, die Zeit heilt alle Wunden: irgendwann werden wir nach einer Probe bei einem Glaserl Bier zusammensitzen und auf dich anstoßen, wir werden lachen und alte Geschichten erzählen und dafür sorgen, dass wir dich nicht vergessen
Lieber Kurt, ruhe in Frieden
Trauerrede von Obfrau Daniela Theißl am 12.02.2019



